- Mehr als der erste Eindruck
- Bewegung war bei uns kein Hobby
- Meine Vesperbox war schon damals anders
- Warum InnerGlow Dilan entstanden ist
- Was ich ĂŒber StĂ€rke neu lernen musste
- Die Seiten von mir, die zusammengehören
- Familie ist mein Fundament
- WofĂŒr ich heute losgehe
- Das Glas ist fĂŒr mich immer halb voll
Mehr als der erste Eindruck
Manche Menschen glauben, sie hĂ€tten mich nach wenigen Sekunden verstanden. Sportlich, feminin, vielleicht ein bisschen zu glatt. Eine ehemalige Kollegin sagte spĂ€ter einmal zu mir: âIch dachte zuerst: Was fĂŒr eine Tussi. Dann hast Du den Mund aufgemacht und ich wollte nur noch mit Dir arbeiten.â Ich muss bis heute darĂŒber lachen, weil dieser Satz ziemlich gut beschreibt, was hĂ€ufiger passiert: Menschen sehen zuerst mein ĂuĂeres und sind anschlieĂend ĂŒberrascht davon, wie tiefgrĂŒndig ich denke, wie kritisch ich Dinge hinterfrage und wie klar ich auf die Welt blicke.
Ich bin Dilan: ehrlich, loyal und wahrscheinlich sehr viel tiefgrĂŒndiger, als man mir auf den ersten Blick zutraut. Meine Familie wĂŒrde mich zusĂ€tzlich als zuverlĂ€ssig, sowie zielstrebig beschreiben. Meine Freundinnen sagen, dass man mit mir das GefĂŒhl bekommt, alles schaffen zu können. FĂŒr ein âIch kann das nichtâ bleibt in meiner NĂ€he meistens nicht besonders viel Raum. Nicht, weil ich Schwierigkeiten klein rede, sondern weil ich fest daran glaube, dass es fast immer einen Weg gibt, sobald wir aufhören, uns selbst im Weg zu stehen.

Mein Motto đ
Bewegung war bei uns kein Hobby
Ich bin in einer Radsportfamilie aufgewachsen. Mein Opa hatte einen eigenen Radrennstall, deshalb verbrachten wir als Kinder unzĂ€hlige Stunden auf Rennen, in der Werkstatt oder selbst auf dem Fahrrad. Vier- bis sechsstĂŒndige Fahrradtouren waren fĂŒr uns keine auĂergewöhnlichen AusflĂŒge, sondern normale Familienzeit. Mein Papa war Boxer, er brachte meinem Bruder und mir schon frĂŒh das Boxen bei, inklusive kleiner KĂ€mpfe zwischen uns Geschwistern. Dazu kamen Wandern, Schwimmen und eigentlich alles, was Bewegung beinhaltete, einen Tag, an dem wir einfach nur herumsitzen sollten, kannte ich kaum.
Trotzdem wurde aus mir damals keine Radrennfahrerin. In meiner Umgebung und der Zeit damals gab es keine eigenen Rennen ausschlieĂlich fĂŒr MĂ€dchen, geschweigenden wurden MĂ€dchen in einen Verein aufgenommen „MĂ€dchen fahren kein Rennrad“. Bei einem Rennen bin ich dann trotzdem mitgefahren und das als einziges MĂ€dchen zwischen gröĂeren und stĂ€rkeren Jungs. Einer von ihnen hielt mir Berg runter in der Kurve, weil ich schneller war als er, sein Bein ins Rad. Ich war nicht nur sauer, sondern hatte einfach nur Angst runterzufallen, natĂŒrlich bin ich danach langsamer gefahren, damit ja keiner neben mir fĂ€hrt, zum Leidwesen meines Opas und meiner Familie, die mich anfeuerten. Nach dem Rennen wusste ich: „Niemals mache ich so einen Quatsch wieder mit!“ Die Liebe zur Bewegung verschwand jedoch nie. Sie nahm im Laufe meines Lebens nur immer wieder eine andere Form an und fĂŒhrte mich irgendwann zurĂŒck zu dem, was schon als Kind ein Teil von mir gewesen war.
Meine Vesperbox war schon damals anders
Auch ErnĂ€hrung war bei uns nie nur eine Nebensache. Meine Mutter kochte immer frisch, entweder allein, wĂ€hrend wir drauĂen unterwegs waren, oder gemeinsam mit uns. Obst und GemĂŒse wurden jede Woche, manchmal sogar zweimal, frisch gekauft. Eier, Vollkornbrot, KĂ€se, Fleisch und unverarbeitete Lebensmittel gehörten selbstverstĂ€ndlich zu unserem Alltag.
Meine Vesperbox sah deshalb schon damals anders aus als die vieler anderer Kinder. Eine Dose mit GemĂŒse, eine mit Obst und dazu ein belegtes Brot oder Brötchen mit KĂ€se, Wurst oder FrischkĂ€se. Getrunken wurde Wasser und an Tagen mit Schulsport ausnahmsweise eine Apfelschorle. Ein Nutella Brot war etwas Besonderes fĂŒr den Sonntag und selbst dann gab es das nicht immer, weil es eben als ungesund galt.
Ich habe meine Vesperbox geliebt, damals war sie fĂŒr mich einfach normal. Heute erkenne ich, wie sehr mich diese selbstverstĂ€ndliche Verbindung zu frischen Lebensmitteln, gemeinsamem Kochen und bewusster ErnĂ€hrung geprĂ€gt hat. Vieles von dem, was heute Teil meiner Arbeit und meines tĂ€glichen Lebens ist, begann nicht mit einem Trend oder einem Lehrbuch, sondern an unserem Familientisch.
Warum InnerGlow Dilan entstanden ist
InnerGlow Dilan entstand nicht, weil ich einfach noch einen weiteren Social-Media-Kanal eröffnen wollte. Es begann schon in einer Zeit, in der ich mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschÀftigte, ganz bewusst und aus social Media, als ich eine Diagnose an meiner HalswirbelsÀule erhielt und gleichzeitig meinen Zyklus wieder in Balance bringen wollte.
Ich hatte starke Blutungen, Schmerzen und wusste, dass ich etwas verĂ€ndern musste. Die Pille oder eine Spirale kamen fĂŒr mich nicht infrage, weil ich meine Beschwerden nicht einfach ĂŒberdecken wollte. Ich wollte verstehen, was in meinem Körper passiert, weshalb es passiert und welchen Einfluss ErnĂ€hrung, Bewegung, Stress und mein gesamter Lebensstil darauf haben.
Also begann ich zu recherchieren, auszuprobieren und genauer hinzuhören. Ich wusste, dass ich sehr viel verĂ€ndern konnte, sobald ich bereit war, nicht nur einzelne Symptome, sondern das groĂe Ganze zu betrachten. Heute ist zyklusbewusstes Leben fĂŒr mich nichts Kompliziertes oder Aufgesetztes mehr. Ich weiĂ, was mir in den verschiedenen Phasen guttut, wann ich mein Training anpassen sollte, welche Lebensmittel mich unterstĂŒtzen und wann mein Körper etwas anderes von mir verlangt, als mein Kopf ursprĂŒnglich geplant hatte.
Gleichzeitig wollte ich nicht lĂ€nger nur konsumieren und fremde Meinungen ĂŒbernehmen. Ich wollte mir meine eigene Meinung bilden, ZusammenhĂ€nge verstehen und das, was ich lernte, mit anderen Menschen teilen. InnerGlow Dilan wurde dadurch zu meinem persönlichen âStep Into My Best Selfâ, nicht als fertiger Zustand, den ich irgendwann erreicht habe, sondern als Weg, den ich jeden Tag weitergehe.
Was ich ĂŒber StĂ€rke neu lernen musste
Mein beruflicher Weg hat mich mindestens genauso geprÀgt wie mein persönlicher. durch meine Arbeit mit Kindern, Familien und verschiedenen Systemen habe ich gelernt, wie wichtig Sicherheit, Vertrauen und echte Verbindung sind. Ich habe aber auch erkannt, hinter welchen Strukturen und Arbeitsweisen ich nicht mehr stehen kann.
Diese Erkenntnis war unbequem, dafĂŒr notwendig. Die Arbeit mit Kindern hat mir unglaublich viel gegeben, gleichzeitig hat sie mir sehr klar gezeigt, wie ich spĂ€ter nicht arbeiten und leben möchte. Ich wollte nicht lĂ€nger nur funktionieren, Erwartungen erfĂŒllen oder Teil eines Systems sein, das nicht zu meinen eigenen Werten passt.
Das Jahr 2026 wurde fĂŒr mich noch einmal auf eine andere Weise prĂ€gend. Zum ersten Mal hörte ich wirklich konsequent auf meinen Körper, nicht nur dann, wenn es gerade in meinen Plan passte. Nach vielen Jahren, in denen Disziplin, Leistung und Durchhalten einen enorm hohen Stellenwert hatten, musste ich lernen, dass StĂ€rke nicht immer bedeutet, noch mehr zu tun.
Manchmal bedeutet StÀrke, langsamer zu werden, Grenzen anzuerkennen, einen Plan zu verÀndern und sich einzugestehen, dass der Körper lÀngst etwas verstanden hat, was der Kopf noch nicht akzeptieren möchte.
Die Seiten von mir, die zusammengehören
Ich liebe Sport, Bewegung und das GefĂŒhl, meinen Körper zu spĂŒren. Ich liebe allerdings, genauso das Backen, lange GesprĂ€che, Reisen, meinen Glauben und die Zeit mit meiner Familie. Ich liebe Berge und Seen, Orte wie den Comer See, Zell am See oder die Toskana; Orte, an denen die Welt fĂŒr einen Moment ruhiger wirkt und man trotzdem spĂŒrt, wie viel Leben um einen herum passiert.
Ich kann sehr zielstrebig sein und groĂe Visionen verfolgen. Gleichzeitig hinterfrage ich viel, denke tief ĂŒber Dinge nach und brauche Momente, in denen ich mich zurĂŒckziehe. Ich liebe Ăsthetik und schöne Dinge, doch Schönheit allein reicht mir nicht! Ich möchte wissen, was dahintersteckt, ich möchte verstehen, weshalb etwas funktioniert, was es mit Menschen macht und ob es wirklich zu meinen Werten passt.
Vielleicht ĂŒberrascht genau das viele Menschen an mir… Ich bin nicht nur die sportliche Frau, die Rezepte entwickelt und schöne Bilder veröffentlicht. Ich bin auch die Frau, die Systeme hinterfragt, ihre Meinung verĂ€ndert, wenn sie etwas Neues lernt und die keine Angst davor hat, ein Leben neu auszurichten, wenn das alte nicht mehr stimmt.
Familie ist mein Fundament
Meine Familie hat mir LoyalitÀt, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen vorgelebt, wir haben gelernt, gemeinsam durch schwierige Zeiten zu gehen und auch gemeinsam wieder aufzustehen. Diese Haltung bildet heute das Fundament unseres Familienunternehmens SITOS Retreats.
SITOS steht fĂŒr âStep Into Your Best Selfâ und ist die gemeinsame Vision meines Bruders Baran und mir. Ich begleite unsere GĂ€ste als Gastgeberin, Organisatorin und Trainerin. Mein Bruder bringt als Private Chef seine KreativitĂ€t und sein besonderes GespĂŒr fĂŒr Essen ein, er schafft es, aus wenigen Zutaten etwas zu machen, das nicht nur schmeckt, sondern Menschen an einem Tisch miteinander verbindet.
Wir sind unterschiedlich und nicht immer einer Meinung, genau deshalb ergĂ€nzen wir uns. Wir möchten keine oberflĂ€chlichen Erlebnisse erschaffen, die nach wenigen Tagen wieder vergessen sind! Wir möchten RĂ€ume gestalten, in denen Menschen ankommen, sich bewegen, genieĂen, lachen, miteinander sprechen und Erinnerungen schaffen, die wirklich im Herzen bleiben.
WofĂŒr ich heute losgehe
Nach einer Begegnung mit mir sollen Menschen sich sicherer, verbundener und motivierter fĂŒhlen. Ich möchte ihnen nicht vorgeben, wie ihr perfektes Leben auszusehen hat. Vielmehr möchte ich sie daran erinnern, dass hĂ€ufig mehr Möglichkeiten in ihnen und ihrem eigenen Leben liegen, als sie im ersten Moment erkennen können.
Mit InnerGlow Dilan und SITOS Retreats möchte ich etwas aufbauen, das Menschen auf ehrliche Weise erreicht und ihnen langfristig etwas mitgibt. Ich möchte Wissen teilen, neue Perspektiven eröffnen und Erlebnisse gestalten, die nicht nur fĂŒr einen schönen Moment sorgen, sondern auch danach noch etwas im Inneren bewegen dĂŒrfen.
Dabei geht es mir nicht darum, immer die produktivste, leistungsfĂ€higste oder scheinbar beste Version seiner selbst zu sein. Es geht darum, den eigenen Körper ernst zu nehmen, die eigene Stimme wieder wahrzunehmen und ein Leben zu gestalten, welches nicht nur von auĂen gut aussieht, sondern sich auch von innen richtig anfĂŒhlt.
Das Glas ist fĂŒr mich immer halb voll
Ich glaube daran, dass das Glas niemals halb leer, sondern immer halb voll ist! Nicht, weil im Leben immer alles leicht oder schön wÀre, sondern weil wir selbst dann entscheiden können, worauf wir unseren Blick richten und was wir aus dem machen, was uns begegnet.
Wir können nicht alles kontrollieren, doch wir können jeden Tag neu wÀhlen, wie wir auf unser Leben blicken, welche Bedeutung wir unseren Erfahrungen geben und welchen nÀchsten Schritt wir gehen.
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